Finanzielle Berichterstattung

Bilanz
Die Bilanzsumme hat im Vergleich zum Vorjahr stark abgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Eine frühzeitige Rechnungstellung sowie ein konsequentes Mahnwesen sind die Gründe für diesen Rückgang. Als Folge davon konnte auch das Delkredere (A2) gesenkt werden.

Die Bilanzposition Aktive Rechnungsabgrenzungen bleibt im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert.

Die Finanzanlagen und Beteiligungen haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Neu beinhaltet diese Position eine Beteiligung an der ats-tms AG.

Die unter Mobile Sachanlagen aufgeführten Positionen Büromaschinen/Mobiliar und Informatik-Hardware wurden anhand der Nutzungsdauer linear abgeschrieben und weisen deshalb einen tieferen Wert gegenüber dem Vorjahr auf.
Die zu Immaterielle Werte gehörenden Informatik-Softwarekosten wurden ebenfalls anhand der Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Bei der Liegenschaft der Geschäftsstelle (Immobile Sachanlagen) wurde eine ordentliche Abschreibung von 3% vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten haben leicht abgenommen. Hier handelt es sich einerseits um Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und andererseits besteht eine Verbindlichkeit gegenüber der Branchenlösung Arbeitssicherheit (EKAS).

Die Passiven Rechnungsabgrenzungen beinhalten einen Betrag für die Revision der Jahresrechnung 2016. Weiter sind diverse nachträglich erfasste Spesen berücksichtigt.

Die Hypotheken auf dem Gebäude der Geschäftsstelle werden jährlich amortisiert. Im Berichtsjahr wurde zusätzlich eine Hypothek ganz zurückbezahlt, was den grossen Rückgang der Positionen Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten und Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten erklärt.

Die Rückstellungen zeigen eine Abnahme gegenüber dem Vorjahr. Für den Abschluss des Projektes „Revision TARMED“ wurden vorhandene Rückstellungen aufgelöst. Für alle Positionen in der Bilanz gilt, dass für erkennbare Risiken entsprechende Rückstellungen vorhanden sind.

Der Jahresgewinn wird mit CHF 5‘608 ausgewiesen, was zusammen mit dem Vereinskapital und den Gebundenen Kapitalreserven ein Eigenkapital von rund CHF 2,14 Mio. ergibt.

Erfolgsrechnung

Der betriebliche Gesamtertrag liegt weit unter dem Vorjahreswert.

Hauptursache hierfür sind die Beiträge für die Sonderfinanzierung TARMED, die im Berichtsjahr bei den ordentlichen Mitgliederbeiträgen nicht mehr in Rechnung gestellt wurden. Die Mitgliederbeiträge sind teilweise schwierig zu kalkulieren. Leicht gestiegene Betriebsaufwände führten hier zu einem Mehrertrag gegenüber dem Budget.

Die Kurs-/Prüfungsgebühren weichen leicht vom Vorjahresergebnis ab. Dies darum, weil die zur Zertifizierung REKOLE geplanten Begleitaudits nicht durchgeführt wurden.

Die Position Verkäufe beinhaltet den Verkauf von diversen Fachbüchern, Richtlinien und Formularen. Sämtliche Artikel verzeichnen hier einen leichten Ertragsrückgang gegenüber dem Vorjahr.

Die Erträge aus den Auswärtigen Spitalstatistiken erreichen ziemlich genau den Vorjahreswert.

Im Bereich der Printmedien herrscht zurzeit ein schwieriges Inserateumfeld. Die Einnahmen der Zeitschrift „Competence“ weichen deshalb gegenüber dem Vorjahr leicht und aufgrund der zu optimistischen Erwartungen gegenüber dem Budget etwas stärker ab.

Die Diversen Erlöse umfassen verschiedene Positionen, wobei der alle zwei Jahre durchgeführte H+ Kongress mitverantwortlich ist für die starke Abnahme gegenüber dem Vorjahr.
Die Geschäftsstelle von H+ verzeichnete in den letzten drei Jahren keine Langzeitausfälle von Mitarbeitenden. Die Krankenkasse hat hierfür eine Überschussbeteiligung gutgeschrieben. Die positive Budgetabweichung ist auf diesen Überschuss zurückzuführen.

Der Personalaufwand erreicht ziemlich genau den budgetierten Wert. Die starke Abweichung gegenüber dem Vorjahr hat diverse Gründe. Für den Abschluss des Projektes „Revision TARMED“ wurden im Vorjahr zusätzliche Rückstellungen gebildet. Diese konnten im Berichtsjahr aufgelöst werden. Die neu gegründete ats-tms AG verursachte bei der „Revision TARMED“ hohe zusätzliche Kosten. Übersetzungskosten für die Tarifstruktur ats-tms Version 1.0 und Kosten für die Geschäftsführung sind hier die Gründe.
In den Bereichen Peer Review und Register/Normen konnten Personalkosten eingespart werden. Eine geplante Konferenz Peer Review war nicht notwendig und auch auf verschiedene geplante Treffen mit IQM Berlin konnte verzichtet werden. Das Dossier Register/Normen geht langsamer vorwärts als geplant, es sind deshalb weniger Übersetzungskosten angefallen.

Der Verwaltungs- und Vertriebsaufwand erreichte den budgetierten Wert. Im Vergleich zum Vorjahr wurde hier aber ein starker Anstieg verzeichnet. Zwei Gründe sind für diesen Anstieg ausschlaggebend. Der Verein ANQ hat im Vorjahr auf das Inkasso der Jahresbeiträge verzichtet (A7 Mitgliedschaftsbeiträge). Im Berichtsjahr ist dieser Beitrag wieder angefallen. Weiter wurden für den Betriebskostenbeitrag an die ats-tms AG zusätzliche Rückstellungen gebildet.
Unter A7 EDV-Aufwand resultierte gegenüber dem Vorjahr ein starker Kostenanstieg. Ein wichtiger Grund sind zusätzliche Supportleistungen für den H+ Tarifpool. Weiter fielen für die neue ITAR_K-Plattform zusätzliche Ausgaben an. Die dazugehörenden Videoanleitungen ersetzen die bisherigen Schulungen.

Die Abschreibungen entsprechen dem Budget. Gegenüber dem Vorjahr ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Verschiedene Erneuerungen von Hardware sind der Grund für diese Mehrabschreibungen.

Der Finanzaufwand konnte durch die Rückzahlung einer Hypothek und die damit wegfallenden Zinsen reduziert werden.
Der Finanzertrag ist identisch mit dem Vorjahr.Der Grund für die Budgetabweichung ist, dass H+ bei unsicherer Zinslage nach dem Vorsichtsprinzip budgetiert.

Bei den Ausserordentlichen, einmaligen und periodenfremden Erträgen ist eine Abweichung zum Vorjahr zu verzeichnen. Im Bereich TARMED konnte auf die Auflösung von nicht benötigten Reserven verzichtet werden.
Beim Ausserordentlichen, einmaligen und periodenfremden Aufwand hat H+ im Vorjahr Reserven in der Höhe von CHF 600‘000 gebildet, insbesondere aufgrund erwarteter Veränderungen in der Mitgliederstruktur in Form von Zusammenschlüssen. Im Berichtsjahr war keine solche Reservenbildung notwendig.
Als Ausserordentliche Reservenbildung (A9.2) wurde der Nebenkostenfond für den Liegenschaftsunterhalt aufgestockt.

H+ schliesst das Berichtsjahr 2016 mit einem Jahresgewinn von CHF 5‘608 ab.